Bautrocknung auch im Sommer


Warum Bautrocknung auch im Sommer sinnvoll ist

Allzu oft lässt man sich von der warmen Witterung verleiten und versucht mit einem großflächigen „Durchlüften“ die Rohbaufeuchtigkeit abzuführen. Grundsätzlich ist diese Maßnahme durchaus zielführend, sofern man einige Punkte beachtet:

  • Kellergeschoße durch „Lüften“ trocknen zu wollen, kann zum Gegenteil führen: Feuchte Luft wird in das Gebäude eingebracht und die Kondensationsgefährdung führt zu Schimmelwachstum!
  • Bei schwüler und warmer Witterung kann die Gebäudefeuchtigkeit nicht abgeführt werden. Die eingebrachte Luftfeuchtigkeit führt zu einer Durchfeuchtung bereits trockener Bauteile.

 

Estrich trocknen mit Bautrockner

  • Zu starke Durchlüftung an heißen Sommertagen ist zu vermeiden! Durch unkontrollierte und zu rasche Trocknung wird die sogenannte Kapillarwirkung* der Materialien - vor allem des Estrichs - unterbunden. Die tief im Estrich vorhandene Basisfeuchtigkeit kann nicht mehr austrocknen. Es entsteht die gefürchtete „Schüsselung“ des Estrichs!

 

*Kapillarwirkung:

Oberflächennahe Estrichbereiche besitzen im Austrocknungsprozess eine Basisfeuchtigkeit. Diese ist erforderlich, damit ein „Feuchtigkeits-Faden“ zu den tief liegenden Estrichbereichen besteht. Entlang dieser Kapillaren wird bei einem kontrollierten Trocknungsvorgang die Estrich-Feuchtigkeit kontinuierlich, gleichmäßig und konstant aus den tiefer liegenden Bereichen Richtung Oberfläche „gefördert“.
Erfolgt ein zu rascher Trocknungsprozess, wird dieser Kapillar-Strom unterbrochen. Die Feuchtigkeit wird regelrecht eingeschlossen. Bauschäden,  das Abschleifen des Estrichs oder sogar die Estrich-Entfernung und Neuverlegung können die Folge sein! Deswegen ist bei Trocknen durch Lüften größte Sorgfalt geboten. Eine kontrollierte Trocknung durch geeignete Trocknungsgeräte ist anzuraten.